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„Bildung schafft Zukunft“

Bildung stellt in unserer technologiebasierten Wirtschaft die grundlegende Voraussetzung für den sozialen Aufstieg dar. Schon Bundespräsident a. D. Johannes Rau sagte: „Bildung ist der beste Schutz vor Armut.“ Gerade in Deutschland, einem Land ohne eigene Rohstoffe, hängen der wirtschaftliche Erfolg und die Finanzierung unserer sozialen Sicherungssysteme auch in Zukunft von der Innovations- und Gestaltungskraft künftiger Generationen ab.
Obwohl wir das wissen, ist festzustellen, dass in keinem anderen OECD-Staat die Abhängigkeit des Bildungserfolges vom sozialen Status des Elternhauses ausgeprägter ist als in Deutschland. Das liegt häufig daran, dass Bildungsausgaben sich erst langfristig rentieren, Politik aber „leider“ oftmals kurzfristige Erfolge vorweisen will.
Die Kurzsichtigkeit dieses Handelns ist offenkundig: Wer ohne Schulabschluss dasteht, keinen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz bekommt, kann für seinen Lebensunterhalt nicht selbst sorgen. Wer hingegen über eine ausreichende Qualifikation verfügt, eine Ausbildung abgeschlossen hat, der wird in naher Zukunft auf dem Arbeitsmarkt dringend gebraucht. Eine Folge der demografischen Entwicklung ist auch der steigende Bedarf an gut ausgebildeten Facharbeitern.

Also: Jedes Kind ist wichtig – keines darf auf seinem Bildungsweg verloren gehen.
Bildung - angefangen von Kindertagesstätten über allgemeinbildende und berufsbildende Schulen bis zu den Hochschulen, darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen.

Die aktuelle Politik geht in eine andere Richtung:
Hochschulgebühren, kostenpflichtige Lernmittel, steigende KiTa-Gebühren. Der scheidende hessische Ministerpräsident Koch fordert sogar weitere Einsparungen im Bildungsbereich.

Als Landkreis Schaumburg haben wir in den letzten Jahren eine vielfältige, dezentrale Schullandschaft aufgebaut,
die landesweit keinen Vergleich scheuen muss. Wir unterhalten in Schaumburg 5 Gymnasien, 4 Integrierte Gesamtschulen (davon eine mit gymnasialer Oberstufe), 4 Fachgymnasien, sowie Berufsschulen, kombinierte und eigenständige Haupt- und Realschulen und Förderschulen. Insgesamt besteht an zehn Bildungseinrichtungen unseres Landkreises die Möglichkeit, das Abitur abzulegen. Die Berufsschulen stehen in enger Kooperation mit Handwerk und Wirtschaft, um zeitnah auf deren Anforderungen reagieren zu können.

Für die Schulstandorte in Rinteln und Lindhorst wurde die Einrichtung weiterer IGS`en beantragt.
Dieses entspricht dem Elternwillen, der in Schaumburg die erfolgreiche Schullaufbahn unserer Kinder bestimmen soll.
Die zum letzten Schuljahresbeginn gestarteten neuen Gesamtschulen in Helpsen, Obernkirchen und Rodenberg müssen in den nächsten Jahren ausgebaut und dem Bedarf angepasst werden. Wir müssen gemeinsam darauf drängen, dass diese Standorte die notwendigen Lehrerstunden zur Nachmittagsbetreuung vom Land erhalten. Diese neuen Schulen brauchen dringend eine ausreichende fachliche und pädagogische Qualität.

Hierfür werde ich mich als neuer Landrat einsetzen.


Ich unterstütze das Volksbegehren für gute Schulen in Niedersachsen!

Deshalb habe ich mich nicht nur selbst in die Liste der Wählerinitiative WIR eingetragen, sondern zusammen mit ihrem Vorsitzenden Richard Wilmers auf dem Stadthäger Marktplatz über das Volksbegehren informiert und reichlich Resonanz erfahren.
Eine Kernaussage des Volksbegehrens ist der Wunsch zur Regelschulzeit von 13 Jahren an Gymnasien und Gesamtschulen zurückzukehren. Ich bin der Ansicht, dass Schüler nicht nur Zeit zum Lernen, sondern auch für die Entwicklung ihrer Persönlichkeit brauchen. Daher bin ich gegen das Turbo-Abitur nach 12 Schuljahren. Insbesondere da die Unterrichtsinhalte und dieselben Pflichtstunden zu absolvieren sind - obwohl die Schulzeit um 1 Jahr verkürzt wird. Hier bleibt kaum Zeit für Freunde, Freizeit und Vereine.
Außerdem soll die Gründung von Gesamtschulen erleichtert werden. Derzeit sind dafür die Schaffung von fünf Parallelklassen notwendig.
Zudem soll durch das Volksbegehren der Erhalt der vollen Halbtagsschulen unterstützt werden.
Damit das Volksbegehren vom Niedersächsischen Landtag angenommen wird, sind 608.731 Unterschriften notwendig, die bis zum 2. Dezember diesen Jahres zusammengetragen werden müssen.

Informationen sind im Internet unter www.volksbegehren-schulen.de erhältlich.

 

 

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