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Naturschutz/Umweltschutz

Schaumburg verfügt über eine abwechslungsreiche Landschaft. Die bewaldeten Ausläufer der Mittelgebirge grenzen unmittelbar an die Norddeutsche Tiefebene. So bietet sich ein reizvoller Kontrast zwischen den Höhenzügen von Bückeberg, Deister, Süntel, Wesergebirge, Lipper Bergland und dem landwirtschaftlich geprägten Nordteil des Landkreises.

Diese Vielfalt drückt sich auch in der Vielzahl von Landschaftsschutzgebieten aus – immerhin 43 % der Kreisfläche. Unterrepräsentiert sind jedoch echte Raritäten, deshalb liegt die Quote der Naturschutzgebiete mit 1,5 % unter dem Landesdurchschnitt. Um so wichtiger ist es, die vorhandenen Kleinode als Rückzugsräume für Pflanzen und Tiere zu schützen und unsere vielfältige und schöne Landschaft für die Erholung zu erhalten.

Bei diesen Bemühungen wird die Kreisverwaltung von einer Vielzahl ehrenamtlicher Naturschützer unterstützt – teils organisierte Mitglieder von Naturschutzorganisationen, teilweise aber auch Bürgerinnen und Bürger, die privat Arten- und Biotoppflege zu ihrem Hobby gemacht haben. Auch der Kooperation mit der Landwirtschaft kommt zum Erhalt unserer Ökosysteme eine wichtige Bedeutung zu.

Ich setze mich dafür ein, dass auch zukünftige Generationen eine lebenswerte Umwelt haben.

1. Die ökologische Aufwertung, die Verbesserung der Wasserqualität und die Renaturierung begradigten Fließgewässer hat nach der Wasserrahmenrichtlinie eine hohe Priorität. Dies hat in vielfacher Hinsicht Vorteile. Die Selbstreinigungskraft der Gewässer wird erhöht, naturnahe Gewässer haben eine erheblich höhere Artenvielfalt als begradigte Gewässer. Die Hochwassergefahr wird durch renaturierte Gewässern erheblich gemindert, insbesondere dann, wenn entsprechende Überschwemmungsflächen bereitgestellt werden.

2. Insbesondere in den vom Land Niedersachsen der EU gemeldeten Gebietskulissen nach der Flora-Fauna-Habitatrichtlinie und der Vogelschutzrichtlinie ist der Landkreis zur Weiterentwicklung des oftmals schon vorhandenen Schutzstatus verpflichtet. Hier muss der Natur die Chance gegeben werden sich weiter zu entwickeln, um gefährdeten Tier- und Pflanzenarten eine Überlebenschance zu geben. Dazu müssen die Schutzgebiete qualifiziert geschützt und gepflegt werden.

3. Die Programme zum Schutz von Tieren und Pflanzen in der offenen Landschaft werde ich fortführen. Hierzu gehören die Gewässerrandstreifenprogramme gemeinsam mit der Landwirtschaft ebenso wie die Kooperationen mit Naturschutzverbänden, Forst und Kreisjägerschaft.

4. Erzeugung hochwertiger Lebensmittel durch eine ökologisch vertretbare Landwirtschaft sowie Erhalt der bäuerlichen Siedlungs- und Sozialstruktur. Der Einsatz hochwertiger Lebensmittel in den Schulen ist für unsere Kinder auch in Bezug für ihren Lernerfolg von höchster Priorität

5. Die naturverträgliche Förderung regenerativer Energie durch Sonne, Wind und Geothermie sowie auch den vermehrten Einsatz von Blockheizkraftwerken werde ich voranbringen. Auf berechtigte Interessen der Nachbarschaft ist dabei zu achten.

 

 

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