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Heinz Mensching (links) "wärmt" die hochkalorischen Pellets, die Jörg Farr mitgebracht hat.Farr zeigt erste Pellets
SPD-Kreistagsfraktion in Sachsenhäger Entsorgungszentrum

Landkreis (jpw). „Bioabfall ist reiner Kohlenstoff, sehr energiehaltig, nur so wie angeliefert nicht brennbar.“ Landratskandidat Jörg Farr hat während der Sommertour der SPD-Fraktion im Entsorgungszentrum Sachsenhagen das klare Ziel des Landkreises Schaumburg formuliert: Ziel sei es, so Farr, den Bioabfall in einer runderneuerten Anlage in Wiehagen als Brennstoff zu verarbeiten.

„Zurzeit laufen vielversprechende Versuche“, versicherte Farr und hatte auch gleich einen kleinen Beutel der hochkalorischen Pellets gleich mitgebracht, mit denen künftig gewerblich Energie erzeugt werden könnte.

Auch AWS-Geschäftsführer Bernd Insinger unterstrich dieses Vorhaben. Die Biokompostanlage sei 13 Jahre in Betrieb und ohnehin seien Ersatzinvestitionen notwendig. Statt dessen wollen die Verantwortlichen offenbar, falls die bisherigen Versuche weiterhin erfolgversprechend verlaufen, darauf setzen, statt 18000 Tonnen Qualitätskompost hochkalorischen Brennstoff in Wiehagen zu erzeugen und weitere Einnahmen zu erzielen, um ständig steigende Fixkosten für die Ver- und Entsorgungseinrichtungen aufzufangen.

Farr und Insinger machten deutlich, dass der Landkreis mit Blick auf eine bessere Auslastung an einer Kooperation mit dem Landkreis Nienburg interessiert sei. Erste Anzeichen, dass das Schaumburger Werben auf der anderen Seite der Kreisgrenze möglicherweise nicht auf Desinteresse stößt, war die Anwesenheit des SPD-Fraktionssprechers im Nienburger Kreistag, Ernst Brunschön, in Sachsenhagen.

Die Anlage in Sachsenhagen produziert bereits jetzt unter Berücksichtigung des Eigenverbrauches einen Energieüberschuss von 100000 Megawattstunden pro Jahr aus den Energieträgern Biogas, Ersatzbrennstoffe und Altholz. „Das entspricht dem Gesamtenergieverbrauch von 5500 Haushalten“, betonte Farr.

Zu Beginn der Besichtigung, die die Kommunal- und Landkreispolitiker – unter ihnen viele Bürgermeister — auch durch die weniger wohlriechenden Bereiche der Anlage führte, sparte SPD-Fraktionschef Eckhard Ilsemann nicht mit Lob, angesichts von knapp 30 Genossen, die zur „Sommertour mit langer Tradition“ in Sachsenhagen erschienen waren.

Schaumburger Nachrichten | 11.08.2010 Foto: jpw

 


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