Aktuelles  |  Termine  |  Presse  |  Über mich  |  Ziele  |  Kontakt
 
>> Presse aktuell
   

>>

 

 

Pressearchiv

 

Unterwegs legen die Radler um den Landratskandidaten Jörg Farr immer wieder kurze Stopps ein, um sich ein Bild von der Strecke zu machen und Knackpunkte zu besprechenAuetaler Kreisstraßen sind verwaiste Kinder“
Landkreis will fast vier Millionen für Kreisstraßensanierung und Radwege ausgeben / SPD inspiziert per Fahrrad

Auetal (la).Zwölf Kreisstraßen, von der K62 bis zur K75, führen durch das Auetal. „Und bislang wurde hier nicht ein einziger Geh- oder Radweg gebaut, abgesehen von dem sanierten Straßenstück in Rolfshagen“, stellte der Vorsitzende der Auetaler SPD, Manfred Spenner fest.

Gemeinsam mit dem SPD-Landratskandidaten Jörg Farr und 14 Auetalern hatte sich Spenner am Samstag auf das Fahrrad geschwungen und war von Rolfshagen nach Rehren geradelt.

„Die SPD hat bereits vor neun oder zehn Jahren ein Radwegekonzept erarbeitet und beantragt. Hier muss jetzt endlich etwas geschehen“, forderte Spenner. Vor allem entlang der Kreisstraßen 65, 66 und 69, also die Strecke von Rolfshagen über Kathrinhagen, Westerwald bis zur Schule in Rehren müssen mit einem Radweg versehen werden. „Früher sind die Schüler immer mit dem Rad zur Schule gefahren. Gerade heute, wo Kinder mehr Bewegung benötigen, wäre es gut, wenn sie das ebenfalls tun könnten“, sagte Spenner. Allerdings habe die Radtour am Samstag einmal mehr gezeigt, dass das derzeit viel zu gefährlich sei. Die Kreisstraßen sind schmal und bei Begegnungsverkehr oder wenn landwirtschaftliche Fahrzeuge unterwegs seien, hätten die Radfahrer keine Ausweichmöglichkeit und gerieten in Lebensgefahr. „Außerdem wird auf den Kreisstraßen gerast. Das haben wir selbst erlebt“, erzählt Spenner.

Die Auetaler Kreisstraßen seien verwaiste Kinder. Zwar habe man jetzt vom Landkreis aus damit begonnen die erste Straße, die „Reihe“ in Rolfshagen, zu sanieren und mit einem Geh- und Radweg auszustatten, aber „wir müssen dranbleiben und unsere Forderungen immer wieder bekräftigen“.

Das sei zwar eine kostspielige Angelegenheit, aber man müsse dafür das Geld ausgeben. „Schließlich bemühen wir uns im Auetal auch um den Tourismus“, so der SPD-Vorsitzende. Außerdem hätten die Auetaler durch die Nähe zur Autobahn ein schweres Los gezogen. Bei Staus auf der A2 würden die Auto- und Lastwagenfahrer auf den Auetal-Highway und die Kreisstraßen durch die Dörfer ausweichen. „Das muss man immer im Hinterkopf haben“, meinte Spenner.

Jörg Farr teilte mit, dass der Landkreis in naher Zukunft fast vier Millionen Euro für Radwege im Auetal ausgeben wolle. „Überall wo die Kreisstraßen saniert werden, sollen auch Geh-Radwege gebaut werden – als nächstes in der Ortsdurchfahrt Borstel“, so Farr.

„Ich denke wir sind auf einem guten Weg, aber wir dürfen das Ziel zu keiner Zeit aus den Augen verlieren“, sagte Spenner.

Am Sonnabend radelte die Gruppe von Rolfshagen über Borstel, Poggenhagen, Kathrinhagen und das „Wischfeld“ nach Rehren zur Seniorenresidenz Schäferhof, wo ein fröhliches Oktoberfest gefeiert wurde. Hier stärkten sich die Radfahrer, ehe sie die Rückfahrt antraten.

Schaumburger Nachricthen 13.10.10 | Foto: la

   | Impressum