| „Ein
wenig besser gerüstet als andere“
SPD-Fraktion im Austausch mit dem Feuerwehr-Kreiskommando
/ Grote verärgert über Innenminister
Landkreis (jpw). Die 110 Feuerwehren des Landkreises Schaumburg
sind auf einem guten Stand – und gegen die zu erwartenden
demografischen Veränderungen mit 92 Jugendfeuerwehren
und 50 Kinderfeuerwehren vielleicht ein wenig besser gerüstet
als andere. Darin waren sich die SPD-Fraktion des Kreistages
und Landratskandidat Jörg Farr mit dem Kommando der
Kreisfeuerwehr Schaumburg einig.
Übereinstimmung herrschte allerdings auch darin, dass
die Feuerwehr trotzdem von Problemen nicht verschont werden
wird; es fielen Begriffe wie Tagesverfügbarkeit oder
auch die von der Kreisfeuerwehrführung und der SPD-Fraktion
gewünschte Anhebung der Altersgrenze für aktive
Feuerwehrleute.
Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote, der mit seinen beiden
Abschnittsleitern Uwe Blume und Rainer Kuhlmann gestern
Abend zu Gast bei der Sitzung im Gerätehaus der Stadthäger
Feuerwehr gewesen ist, ließ keinen Zweifel daran,
dass bei ihm der Eindruck herrscht, dass die Kreisverwaltung
und der Kreistag der Feuerwehr positiv gegenüber steht,
andererseits unterstrich er auch: „Jeder Feuerwehrmann
ist sich bei seinen Bestellungen der knappen kommunalen
Finanzen bewusst.“
Farr zeigte sich angesichts von 3300 aktiven Feuerwehrleuten
im Landkreis beeindruckt von der Zahl von rund 2000 Mitgliedern
der Kinder- und Jugendfeuerwehren; einer Zahl, der Grote
gleich noch eine Zahl anfügte: 80 Prozent der heutigen
Aktiven stammen aus den Jugendfeuerwehren. „Wichtig“,
so Farr, „ist der Erhalt auch der kleinsten Feuerwehren.“
Er machte deutlich, dass im Landkreis die Förderung
des Ehrenamtes darin bestehe, die Feuerwehren mit möglichst
gutem Gerät auszustatten.
Sorgenvoll betrachten Kreisfeuerwehr und auch die SPD-Fraktion
die von der Landesregierung geplante Novellierung des Feuerschutzsteuer-Schlüssels
– aus ihrer Sicht zuungunsten der Kommunen „Wenn
das so kommt“, sagte Grote, „ist dies eine Katastrophe.Grote
äußerte sich besorgt über die weiter zurückgehende
Zahl von Lehrgängen an der Landesfeuerwehrschule in
Celle, und berichtete aus der Arbeit eines landesweiten
Arbeitskreises, der sich unter anderem mit der Förderung
des Ehrenamtes, der Nachwuchsgewinnung und der Integration
beschäftigte.
Der Kreisbrandmeister zeigte sich stark verärgert
über eine Äußerung des CDU-Innenministers
Uwe Schünemann, der während einer Veranstaltung
in Rodenberg versucht habe, ihn persönlich anzuzählen
und behauptet habe, dass ein Lehrgang nicht zustande gekommen
sei, weil die Feuerwehr des Landkreises „die Verpflegung
nicht hätte bezahlen können. Grote stellte erneut
klar, dass das Land versucht habe „Kosten auf die
Kreisfeuerwehr abzuwälzen“, allein deshalb habe
es den Lehrgang nicht gegeben.
Schaumburger
Nachricthen 19.10.10 | Foto: jpw
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